Testament

Testamentserstellung

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten ein Testament zu errichten.

Die einfachste ist, zunächst ein handschriftliches Testament zu errichten. Es ist eigenhändig zu schreiben und zu unterschreiben. Auch Datum und Ort sollten angegeben werden.

Weiterhin gibt es die Möglichkeit ein notarielles Testament zu erstellen, wobei der Notar den letzten Willen aufnimmt.

Bei Ehegatten gibt es außerdem die Möglichkeit ein gemeinschaftliches Testament zu verfassen. Zur Wirksamkeit ist es notwendig, dass ein Ehegatte es handschriftlich verfasst und beide Ehegatten unterzeichnen. Es muss zum Ausdruck kommen, dass das Testament den Willen beider Ehegatten beinhaltet. Hier ist zu beachten, dass der überlebende Ehegatte dieses Testament nicht mehr abändern kann. Sollte dies gewünscht sein, muss das Testament eine entsprechende Formulierung enthalten.

Im Fall des Scheiterns einer Ehe sollten Sie unbedingt daran denken, ein Testament zu errichten bzw. ein vorhandenes Testament abzuändern. Wir beraten Sie hierzu gerne.

 

Testamentsanfechtung

Die Hinterbliebenen des Erblassers können das Testament anfechten, wenn ein Anfechtungsgrund vorliegt und der Anfechtende durch den Wegfall der Verfügung einen Vorteil erlangt. Voraussetzung für die Anfechtung ist ein Irrtum des Erblassers bzw. eine widerrechtliche Drohung, die zu der entsprechenden Verfügung geführt hat. Eine Anfechtung ist auch bei Übergehung eines Pflichtteilsberechtigten möglich.

 

Testamentsvollstreckung

Testamentsvollstreckung bedeutet, dass eine vom Erblasser benannte oder vom Amtsgericht bestimmte Person den Nachlass verwaltet. Testamentsvollstreckung kann vom Erblasser z. B. angeordnet werden, um den Nachlass zu sichern oder Streitigkeiten zwischen den Erben vorzubeugen. Die diversen Möglichkeiten können wir gern in einem persönlichen Gespräch klären.