Steuerlicher Abzug von Ehescheidungskosten

09.02.2015 | Lohnsteuerhilfeverein Bayern e. V. leitet 2 Musterverfahren ein

Ehescheidungskosten können aufgrund einer Rechtsänderung nicht mehr als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend gemacht werden. Dagegen hat, nach Mitteilung des Bundesverbandes der Lohnsteuerhilfevereine, der Lohnsteuerhilfeverein Bayern e. V. nunmehr zwei Musterverfahren vor dem Finanzgericht München (Az. 13 K 1421/14) eingeleitet. Die Ehescheidungskosten sollten daher weiter als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung angegeben werden. Soweit das Finanzamt die Kosten nicht anerkennt, sollte Einspruch mit dem Hinweis auf die Musterverfahren eingelegt werden und das Ruhen des Verfahrens beantragt werden. Soweit das Finanzamt über den Einspruch entscheidet, bleibt jedoch nur der Klageweg.

 

Zwischenzeitlich hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz zumindest die Prozesskosten für ein gerichtliches Scheidungsverfahren als außergewöhnliche Belastung gem. § 33 Abs. 2 EStG anerkannt (vgl. FG Rheinland-Pfalz, Urt. vom 16.10.2014, 4 K 1976/14).