Altersvorsorgeunterhalt

08.08.2014 | Altersvorsorgeunterhalt schließt ehebedingten Nachteil aus

Hat der Unterhaltsberechtigte einen Anspruch auf Altersvorsorgeunterhalt kompensiert dieser nachehelich erworbene geringe Versorgungsrechte. Nachteile, die ein Ehegatte dadurch hat, dass er in der Ehezeit geringere Rentenanwartschaften erwirbt, werden grundsätzlich nur durch den Versorgungsausgleich ausgeglichen. Der Unterhaltsberechtigte kann diese durch die Geltendmachung von Altersvorsorgeunterhalt einfordern. Unterlässt er dies, kann er sich nicht darauf berufen, einen ehebedingten Nachteil dadurch zu haben, dass seine Erwerbschancen durch die ehebedingte Rollenverteilung schlechter geworden sind. Dies hat der BGH mit Beschluss v. 14.05.2014 (XII ZB 301/12) entschieden.